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Wassersporthochburg Thüringen Bad Lobenstein

27.06.2018 00:12 von Redakteur

Am 16. und 17. Juni hat sich unser Vereinsbus wieder einmal ein wenig weiter aus dem Ried heraus getraut: Nach einer unterhaltsamen Fahrt mit kurzem staubedingten Städtetrip durch Würzburg trafen Anja, Tobi, Lars und Conrad abends in Bad Lobenstein ein. Getreu dem Motto: getrennt fahren, vereint rudern war auch Georg nahezu zeitgleich dort. Noch am Freitagabend durften wir die guten Thüringer Rostbratwürste genießen. Für diejenigen unter uns die keine Qualifikation durch Studienaufenthalte aufweisen konnten, gab es auch noch einen kurzen Sprachkurs mit wichtigen Vokabeln wie „Roster“ (Grillwurst) und „Brätchen“ (Schwenker/Nackensteak).

Nach einem hervorragenden Regattafrühstück ging es am Samstagmorgen dann das erste Mal auf das „Thüringer Meer“. Trotz einem historisch niedrigen Wasserstand fand sich noch genug Platz für fünf Boote im gemischten Doppelvierer, in einem davon saßen Anja und Conrad zusammen mit Ruderfreunden aus Sachsen und konnten den zweiten Platz errudern. Ebenfalls den zweiten Platz von fünf Booten über die 1000 m gab es eine gute Stunde später für die mittlerweile eingespielte Kombination aus Georg und Conrad. Obwohl die Gegner teilweise ein Vierteljahrhundert weniger Rudererfahrung hatten waren Sie doch (zu)schnell. Ungewohnt viele Gegner hatten Tobi und Lars im Riemenzweier, was zu einem schönen Duell der beiden TUD Städte Dresden und Darmstadt vor dem Rest des Feldes führte, leider am Ende mit leichtem Vorsprung für die Elbruderer. Vor der Mittagspause nutzten wir die Gelegenheit und wuschen den Taufchampagner des Schneereihers im Saalewasser ab, für beste Reinheit mussten wir schnell rudern, so dass Tobi, Georg und Conrad in Renngemeinschaft mit dem Jenaer Ruderer Stefan Ebert den ersten Tagessieg einfuhren. Nachmittags trauten Tobi und Lars sich im Männereiner auf die Strecke, Tobis Einerdebüt endete als dritter von fünf gut im Feld, Lars konnte sich in seiner Abteilung durchsetzen. Vor dem Ende des Regattatages ruderte Anja mit ihrer Schulfreundin aus Pirna im Frauenzweier auf den zweiten Platz, in Anbetracht vieler Jahre ohne gemeinsames Training ein tolles Ergebnis. Nach dem eigentlichen Ende des Regattatages stand kurz nach 20 Uhr noch ein weiterer Einsatz für den Schneereiher an: Lars, Georg, Stefan und Conrad fuhren über 350 m im Sprintcup um den letzten Tagessieg, mussten sich aber den beiden Münchener Booten geschlagen geben und wurden dritter von fünf.

Nach einem langen Rudertag gab es für unsere Regattatruppe am Abend wieder landestypische Fleischereiwaren vor einer wunderschönen Kulisse. Mit einer Mischung aus Müdigkeit und Vorfreude auf einen zweiten Regattatag im Schiefergebirge endete der  Samstag am Rost der Ruderkameraden aus Jena.

Am Sonntag wurde die Strecke halbiert, was das Ganze aber noch nicht zum Sprint werden ließ. Viele Rennen waren ähnlich zum Samstag, nur der Einer erfreute sich Sontags größerer Beliebtheit. Georg nutzte die Möglichkeit endlich einmal in seiner „echten“ Altersklasse zu starten und konnte im Feld der Masters C (≥ 43 Jahre) Männereiner gut mitrudern. Conrad schloss sich Tobi und Lars im Senioren Männereiner an, so dass wir drei Boote in einem Rennen stellten. Die Plätze eins, drei und vier in den ersten Beiden Abteilungen machen Lust auf die nächsten Regatten.

Am Ende stehen je vier erste und dritte Plätze sowie fünf Zweite Plätze aus 15 Rennen auf unserem Konto. Trotz weiter Anreise wird es wohl nicht das letzte Saalewasser an unseren Booten sein, 2019 werden wir wieder auf die Jagd nach den originellen Schiefermedaillien aus der Wassersporthochburg Thüringen gehen.

Conrad Guhl

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