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Regattawochenende 2018 in Gießen

26.05.2018 22:10 von Redakteur

Gießen. Dieses Wort steht im Rudersport nach gerade einmal 106 Jahren für sich selbst. Immer wieder verzeichnet der Veranstalter, ein Zusammenschluss der drei ansässigen Rudervereine, Rekordmeldeergebnisse für die dreitägige Regatta, welche jedes Jahr fast exakt genau 50 Tagenach dem Ostersonntag (daher „Pfingsten“: aus dem Griechischen πεντηκοστὴ ἡμέρα) ausgerichtet wird. Weitestgehend unerreicht ist die Mischung aus Zelturlaub, Spaßrudern im Gigboot und hochkarätigen Rennen um eine Vielzahl von gestifteten Preisen, die teilweise eine Geschichte bis zurück ins 19. Jahrhundert haben und sogar mit Preisgeldern dotiert sein können. Auch der RCN war dieses Jahr wieder mit dabei:

Wegen Conrads Start in Rennen drei um 10:12 Uhr brauchten wir am Samstag nicht so lange zu schlafen und konnten die noch leeren Autobahnen am Pfingstsamstagmorgen genießen. Fast hätte es nichts geholfen, denn unser Dreamteam - bestehend aus Fahrer und Beifahrerin ohne Navigationsgerät und ausreichende Ortskenntnisse, Rückbank eins mit einem Telefon ohne Internetempfang und einem anderen Telefon ohne GPS-Empfang und der schlafenden Rückbank zwei – hat sich alle Mühe gegeben, die pünktliche Ankunft zu verhindern. Zum Glück erfolglos, so konnte Conrad im MM1x gleich souverän einen Auftaktsieg einfahren.

Durch etwas Pech beim Melden (keine Gegenmeldungen) bot sich für einige Zeit die Gelegenheit, unsere Jungathleten anzufeuern (siehe Bericht unten) und unser Quartier im alten Bootshaus der GRG zusammen mit den Ruderern aus Pirna aufzuschlagen. Erst am späten Nachmittag ist unser Neumitglied Christine zusammen mit Ruderern aus Trier in den Mixed-Gigdoppelvierer gestiegen und hat überzeugend Werbung für die Ruderausbildung unserer Studenten und ihr Rudertalent gemacht, auch wenn es in ihrem ersten Rennen nicht für eine vordere Platzierung gereicht hat. Anschließend folgten zwei der packendsten Duelle des Tages, als sich Conrad mit Georg und Lars mit Tobi im Rennen 99 SM2x wiederfanden – für beide Mannschaften ungewohntes Terrain. Conrad und Georg sind wie immer im schnellsten Lauf gelandet bzw. haben dafür gesorgt, dass es der schnellste Lauf wurde: Nach einem mäßigen Start konnten sie im Verlaufe der 1000 m zweimal die Führung erringen, was jedoch einmal zu wenig war. Am Ende lagen die amtierenden Senior-B-Hessenmeister aus Eltville vorne. Lars und Tobi konnten sich in ihrem Rennen schon am Start absetzen, mussten jedoch den Endspurt des Bootes aus Gießen/Nürtingen abwehren, den die beiden Gegner leider bereits an der 500m-Marke gestartet und dann auch konsequent durchgezogen haben. Ein Kraftakt, der mit einem Anlegemanöver am Siegersteg belohnt wurde. Das letzte Rennen des Tages endete für den RCN in einer Renngemeinschaft mit der Binger RG auf Platz 2 im SM4x hinter Mainz und vor Bad Hersfeld.

Auch der Sonntag bot einige Höhepunkte: Zuerst mussten Conrad und Georg sich im Vorlauf einen Startplatz für das Finale des Preisrennens im Doppelzweier erkämpfen, was ihnen natürlich gelang und am Nachmittag zu einem knappen zweiten Platz führte – Respekt! Lars war gegen Mittag dann Teil einer Achtermannschaft, die das zahlreich vorhandene Publikum sicherlich am meisten beeindruckt hat. Die aus sieben Vereinen zusammengewürfelte Mannschaft hat offensichtlich gut zusammengepasst und konnte den Vorlauf des Sprint-Cups über 350 m klar gewinnen. Im direkt danach ausgetragenen Finale lief es ebenfalls gut, denn es sprang ein zweiter Platz hinter dem Gießener Bundesligaachter und ein wahrnehmbares Preisgeld heraus. Weniger spektakulär lief der Riemenzweier für Lars und Tobi, denn die Gegner aus Essen konnten schon kurz nach dem Start nicht mehr mithalten, sodass die amtierenden Schüßler-Preis-Preisträger jetzt vom RCN kommen.

Am Montag werden in Gießen Sprintrennen über 350 m ausgetragen, was bei verschiedenen Ruderern zu verschiedensten Motivationen führt. Mancher sieht es als optimale Chance, Leistungssportler auf dieser ungewohnten Kurzstrecke unter Druck zu setzen, wieder andere können dieser Form des Ruderns nicht so richtig etwas abgewinnen und starten in Spaßbootsklassen, die sie normal nicht rudern würden. Anja wiederum hat die Gelegenheit genutzt, mit ihrer Freundin aus Pirna nach langer Zeit in den Doppelzweier zu steigen, worauf sie aktuell über 1000 m verletzungsbedingt leider verzichten muss und daher am Wochenende bisher nur gesteuert hatte. Generell gilt: es werden viel mehr Rennen gefahren, weshalb hier nur die Ergebnisse folgen:

Gigriemenvierer m. St.: Sebastian, Conrad, Georg, Tobi, Benedikt – Platz 1

Doppelzweier: Anja, Lisa (PRV) – Platz 3

Leichtgewichtseiner: Benedikt – Platz 1

Mastersmännerdoppelvierer: Georg, Conrad, Sören (DRC), Daniel (ORV) – Platz 1

Gigdoppelvierer mixed m. St.:  Gabriel (RVT), Christine, Ronald (RVT), Philipp (RVT), Simone (RVT) – Platz 3

Einer Senior B: Lars – Platz 1

Einer Senior A: Conrad – Platz 2 im Finale um Poppe-Preis

Doppelzweier: Benedikt, Niklas – Platz 2

Doppelzweier: Conrad, Georg, - Platz 3 im Finale um Opel-Preis

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