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Kulturstudien an der Mosel

01.10.2018 19:47 von Neptun Webmaster

Mosel, da denkt man erst einmal an Wein – gerüchtemäßig gibt es zwischen den Weinbergen aber auch einen Fluß auf dem man rudern kann. Da wir als Altrheinruderer gerade in diesem Jahr recht skeptisch bezüglich des Vorhandenseins von Wasser sind, fuhren wir am 29.9. gen Westen um uns ein Bild zu machen. Nach einer wie gewohnt routinierten Fahrt („ich glaube, wenn wir hier abbiegen kommen wir wieder auf die Serpentinenstraße die man mit einem Bootshänger nicht fahren sollte“ - aber wir testeten das lieber nochmal) waren wir am späten Morgen zwischen Weinbergen, der Fluß ist noch da.

Als erstes Boot des Programms begaben sich Bene, Georg, Lars und Tobi im Doppelvierer auf die Strecke. Nur 14 Minuten und vier Kilometer später waren alle vier kaputt, und gespannt auf das Ergebnis. Für Lars ging es nahezu nahtlos weiter im Gig-Doppelvierer: Christine, Leonie, Conrad und Michael wollten von ortskundiger Hand gesteuert werden. Auf dem Wasser stellen wir fest, dass unser Ansatz „im Gigboot fahren meist Anfänger“ nicht für alle Boote galt – Weltmeister und Olympiateilnehmer fahren auch im Gigbootrennen. Überraschenderweise waren die dann auch schneller als wir (und viele andere), obwohl wir dank Lars sicher den kürzesten Weg fanden. Wieder an Land gab es Mittag und die ersten Ergebnisse: Der Männerdoppelvierer war zweiter und der Mix-Gigvierer war dritter, ein Resultat mit dem viele von uns recht zufrieden waren.

Nach dem Mittag durfte Tobi dann überraschend ein zweites Mal rudern, Freunde aus Bingen hatten noch einen freien Rollsitz in ihrem Gig-Doppelvierer mit der Nummer 69. Gerade bei der 69. Auflage des Moselpokals war das natürlich ein Angebot Tobi nicht ablehnen konnte. Im selben Rennen starteten kurz danach auch Artur und Cornel in ihrer langjährigen Renngemeinschaft mit befreundeten Moselruderern. Etwas später waren die beiden dann auch in der eingespielten Doppelzweierbesetzung unterwegs um die Atmosphäre des Moseltals zu genießen.

Nach einem halben Tag hatten wir nun viel über das Rudern zwischen Weinbergen gelernt, aber da war ja noch die Sache mit dem Wein. Bei der Siegerehrung zeigte sich dann auch die örtliche Weinkönigin und überreichte den Siegern zahlreiche Flaschen des speziellen Regattaweins. Obwohl wir kein Rennen gewinnen konnten gab es auch für uns noch genug Wein – und außerplanmäßige Darbietungen einer Weinkönigin. Im Lauf des Abends haben wir so noch authentische Bernkasteller Attraktionen kennengelernt, bevor wir die Gastfreundschaft der Familie Urban genießen durften. Nach dem Sonntagsfrühstück waren wir nicht die Einzigen die noch einmal ganz in Ruhe eine Runde auf der Mosel ruderten – und wahrscheinlich sind wir nicht die Einzigen die wiederkommen werden.

Conrad Guhl

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