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Kassel....oder wie man ohne Boot Medaillen gewinnen kann

22.09.2019 23:11 von Isabelle Pignede

Am 31. August (über 1000 Meter), sowie am 1. September (über 500 Meter) finden in Kassel die Hessichen Landesmeisterschaften statt. Wir sind bei dem 1000 Meter Rennen vertreten. 

Georg ist schon am Donnerstag hingefahren (Kassel ist seine Heimat!). Benedikt, Fabian und ich wollen am Freitag Abend Richtung Nordhessen fahren. Das einzige Boot, das wir brauchen, wird schnell geladen, aber der Lichtest des Anhängers bereitet uns große Sorge. Es sieht wie ein Weihnachtsbaum aus, alles leuchtet aber nicht wie man es möchte. Alle Versuche, die Beleuchtung zu reparieren, scheitern...ok, dann nehmen wir den kleinen Anhänger! Leider will bei diesem die Beleuchtung auch nicht funktionieren, so dass wir gegen 21 Uhr aufgeben und ziemlich frustriert nach Kassel fahren.

Die Nacht bei Georgs Vater ist ziemlich kurz. In meinem Zimmer habe ich trotzdem ein wenig Zeit um in dem Buch „Was ist das für ein Baum?“ zu stöbern (man soll wissen, dass Georg viele Geschwister hat????).

Samstag früh fahren wir zu Georgs Heimatsverein, der Rudergesellschaft Kassel 1927.

Benedikt und Fabian bekommen ein Filippizweier für Leichtgewicht, Georg und ich sollen ein altes Empacher für Schwergewicht (95 Kilos...) bekommen...aber zum Glück dürfen wir am Ende auch das Filippiboot nehmen.

Das Wetter ist sommerlich (zu) warm, die Strecke ist krumm, so dass viele Teilnehmer ihre Schwierigkeiten haben...aber für mich, easy, Georg kennt die Strecke auswendig.

Gegen 10 Uhr ist es so weit. Benedikt und Fabian starten beim Leichtgewicht-Doppelzweier A gegen zwei Boote aus Nassovia Höchst. Nach 500 Metern sind sie sehr knapp in Führung. Georgs Anfeuerungsrufe scheinen zu wirken, doch ist es so knapp beim Ziel, dass alle warten müssen, bis die offiziellen Ergebnisse kommen. Benedikt und Fabian sind trotz geliehenem Boot Hessenmeister mit nur 70 Hundertstelsekunden Vorsprung. Der Tag fängt gut an!

Dann sind Georg und ich dran. In unserem Rennen sind wir drei Boote aus drei verschiedenen Altersklassen. Ein Boot C aus Kassel, wir sind D und das 3. Boot ist F. 

Wir sind gewohnt, dass die Boote in solchen Fälle zeitversetzt starten, aber beim Start herrscht Unklarheit. Als der Startschuss ertönt, zögere ich kurz aber ich entscheide mich auch zum starten! Erst nach 500 Metern schaffen wir es das Boot F langsam zu distanzieren. Hundert Meter vom Ziel sind wir immer noch Kopf an Kopf mit dem Boot aus Kassel. Ich versuche alles zu geben und merke bei jedem Schlag, dass wir uns an dem zweiten Boot voran schieben, so dass wir die Ziellinie als Erste kreuzen. Die Freude wird schnell gedämpft, als wir erfahren, dass die Sekunden Handicap (es sind mehr als 10!) am Ende angerechnet werden. Das letzte Boot wird dann Erster und gewinnt den Titel.

C’est la vie! Wir sind trotzdem glücklich über die Silbermedaille, die ich alleine entgegennehme, da Georg mit Ruderern aus seinem alten Verein während unserer Siegerehrung im Vierer startet.

Am Ende möchten wir uns besonders beim dem Kasseler Verein für die tolle Hilfe und beim Herrn Baum für seine Gastfreundschaft bedanken!

isabelle

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